Modell: Power Glove . Hersteller: Nintendo . Erschienen: 1989
Mit dem Power Glove (allein der Name klang schon nach Zukunft damals) für das NES wollte Nintendo Bewegung ins Videospiel bringen – buchstäblich. Denn der Power Glove übersetzt Bewegungen der rechten Hand direkt in Aktionen auf dem Bildschirm. Die Bewegungserkennung basiert auf Ultraschall-Sendern und -Empfängern, die die Position des Handschuhs im Raum erfassen, während Flex-Sensoren Bewegungen der einzelnen Fingern registrieren sollen.
In der Realität war und ist das Ganze jedoch eher ein Fall von „gut gemeint, schlecht gemacht“. Die Steuerung reagiert nur träge, das Tracking ist ungenau – und die beiden exklusiven Titel für die Peripherie, Super Glove Ball und Bad Street Brawler, konnten den Power Glove ebenfalls nicht retten. Schon nach einem Jahr zog Nintendo den Stecker.
Heute gilt der Power Glove, der in Japan übrigens von der Firma PAX vertrieben wurde, als Kultobjekt. Er ist ein Symbol für Nintendos Experimentierfreude. Und wer weiß: Ohne diesen kuriosen Vorreiter hätte es vielleicht nie die Wii und ähnliche Konzepte wie Kinect oder PlayStation Move gegeben!



Aleine der Gedanke beim Spielen einen Handschuh tragen zu müssen lässt mich innerlich schüttelnd wie ratlos zurück, solange es nicht um Outdoor-Gedanken wie sagen wir mal Freilichtkinos geht. Schwitzefinger und entsprechend bald muffiges Innenleben? Brrrrr.