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Intro-Spektive: Zak McKracken

Zak ist nicht zu beneiden! Als Herzblut-Journalist muss er für seinen Chef beim Sensationsblatt The National Inquisitor über hanebüchene Themen schreiben. Aber immerhin wird er für seine neueste Geschichte in Bälde mehr erleben, als ihm lieb sein kann!

In der Rubrik Intro-Spektive stellt Daniel Cloutier die Intros bekannter Retrospiele vor – und was sie besonders gemacht hat.

Wir sehen Zak zu Beginn des animierten Intros im Büro seines Bosses, wie er sich mit diesem über den anstehenden Auftrag für einen Artikel über ein bösartiges, zweiköpfiges Eichhörnchen streitet und dabei seine eigentlichen Ambitionen äußert.

Natürlich setzt sich der Chefredakteur (wie auch in der Realität!) durch, und Zak zieht geknickt von dannen. Was bereits hier auffällt: Das Intro ist weitestgehend in der späteren Spielgrafik gehalten, was es dem Spieler leicht macht, sich auf den folgenden Beginn einzustellen. Nur die Verbenleiste und das Inventar kommen später noch hinzu.

Nach dem frustrierenden Ausflug ins Büro des Chefs sehen wir Zak bei der vorerst friedlichen Nachtruhe, die in den Titelscreen mit dem vollen Titel des Spiels führt: Zak McCracken And The Alien Mindbenders.

Zak träumt aber zunächst nicht von außerirdischen Gehirnverbiegern, sondern einfach, wie er draußen im All – anfangs noch unsere Erde im Blick – den Fokus auf einen rostfarbenen Planeten richtet: den Mars! Es beginnt das filmische Intro außerhalb der Spielgrafik.

Die Kamera zoomt näher und näher an die Marsoberfläche heran, die in Rot gehalten ist und mit wenigen Farbabstufungen und Schattenwürfen effektiv Atmosphäre aufbaut. Wir sehen eine Art Siedlung zwischen Marskratern, mit einem Gesicht auf einem der Gebäude. Doch was befindet sich da in dessen Mund? Noch näher herangezoomt, formt sich ein blaues Viereck, auf dem eine Weltkarte abgebildet ist.

Die Weltkarte ähnelt unserer Erde, ist aber nicht identisch. Stammt sie vielleicht aus der fernen Vergangenheit? Auf dem Festland verteilt sind fünf leuchtende Punkte: Ziele, die wir später besuchen müssen? Ein mysteriöser Beginn, der eine fast schon mythische, altertümliche und andersweltliche Stimmung setzt.

Was folgt, ist eine wilde Verfolgungsjagd, bei der sich Zak selbst im Bett liegen sieht und sein Alter Ego von einem großen Außerirdischen mit großem blauen Kopf verjagt wird. Er trifft auf mehrere identische Frauen, von denen alle bis auf eine plötzlich verschwinden. Eine merkwürdige Apparatur erscheint und verschwindet wieder, ebenso wie direkt danach die verbliebene Frau (was das Spiel mit Zaks heruntergezogenen Mundwinkeln im Profil kommentiert).

Doch es kommt noch besser: Plötzlich wird Zak von einem Hut mit Brille, Nase, Wimpern und Schnurrbart durch abstrakte, quadratische Gänge verfolgt, bis Zak auf eine übergroße Variante des Hutes trifft.

Wer das Spiel kennt, weiß: Das Intro arbeitet mit vielen Anspielungen auf den späteren Spielverlauf. Dabei bleibt es aber vage und rätselhaft, ernst aber verspielt, realistisch und übernatürlich.

Ein passender Einstieg für die bevorstehende Reise durch die Welt von Zak McCracken And The Alien Mindbenders!

Kommentare

5 Kommentare

  1. Das Intro war damals schon echt großartig. Die Musik auf dem Amiga und C64 fand ich auch sehr passend. Das Spiel war dann auch noch wirklich gut, wenn auch enorm schwer für mein damaliges Ich. Auf jeden Fall ein Klassiker, der mir mit diesem Artikel wieder ins Gedächtnis gerufen worden ist. Danke!

  2. Interessante Idee, mit einem Artikel bestimmte Spiele-Intros zu würdigen. Zak wird wohl für immer das größte Vermächtnis von David Fox bleiben. Es bot für seine Zeit schon so viel für ein Adventure, dass ich damals, als ich es auf meinem C64 spielte, extrem fasziniert davon war. Wochenlang habe ich mich durchgeknobelt und immer wieder mit Mitschülern ausgetauscht. Ein Spielerlebnis, das heute nicht mehr wiederholt werden kann. Aus heutiger Sicht ist es an manchen Stellen zwar schlecht gealtert, beispielsweise aufgrund der nervigen Labyrinthe, das ändert aber nichts daran, dass Zak ein absoluter Meilenstein des Genres ist. Das Intro ist auch sehr gelungen, daher ist dies hier auch eine sehr gute Wahl. Danke für den Artikel und die schönen Erinnerungen! 🙂

  3. Schließe mich meinen Vorrednern vorbehaltlos an 🙂
    Ich habe es Mitte der 90er mit einem Schulfreund auf dem PC gespielt, neben vielen anderen Lucas Arts-Klassikern wie Loom, Indiana Jones, Maniac Mansion und natürlich Monkey Island. Durchgeschafft haben wir es glaube ich nicht. Das möchte ich aber spätestens jetzt endlich nachholen 🙂

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