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Intro-Spektive: Gobliiins!

König Angoulafre ist erkrankt! Im Puzzle-Adventure Gobliiins gehen drei unerschrockene Helden auf die Suche nach dem Heilmittel und bescheren uns dabei wunderbare Slapstick-Action.

In der Rubrik Intro-Spektive stellt Daniel Cloutier die Intros bekannter Retrospiele vor – und was sie besonders gemacht hat.

Gobliiins aus dem Jahr 1992 ist der erste Teil der populären Comic-Adventure-Reihe von Coktel Vision und Muriel Tramis. Das Spiel kommt ohne Worte aus und schenkt uns dafür viele Animationen. Das zeigt sich bereits im Intro, in dem der Verlauf der “Erkrankung” des Königs in der späteren, drolligen Comic-Spielgrafik dargestellt wird.

Wir sehen die königliche Gesellschaft beim Gelage. Die Szene ist einfach, aber stilsicher gepixelt, mit großen Comic-Augen und verspielter Darstellung. Dem grauen Mauerwerk nach befinden wir uns in einer mittelalterlichen Burg. Der strahlend blaue Himmel lässt vermuten, dass wir gerade dem Mittagessen beiwohnen. In der Mitte sitzt der König an einem U-förmigen, gedeckten Tisch. Zu seiner linken sitzen eine Frau (die Königin?) und ein alter Herr, zur rechten ein junger Mann und eine junge Frau (vermutlich die Königskinder). Ganz am Rand steht ein Lautenspieler, während ein Junge vor dem Tisch vor sich hin döst, Bier und gebratenes Schwein daneben. Zur rechten Hand des Königs lugt zudem ein Kinderaugenpaar hervor.

Sogleich beginnt ein wahres Animationsfeuerwerk: Der König gestikuliert und erzählt, die Königin schenkt dem Großvater ein alkoholisches Getränk ein. Der alte Mann leert den Becher sofort und quittiert seine Tat mit einem kräftigen Rülpser. Die Tochter nagt raubtierhungrig eine Keule ab und wirft den nackten Knochen dem schlafenden Jungen an den Kopf. Da reicht es dann auch dem Schwein, das – erstaunlich lebendig – aufsteht und davon rennt. Durch die Fenster können wir sehen, wie ein Drachenflieger von rechts nach links fliegt. Nur beim letzten Fenster, da sehen wir den Drachen alleine fliegen.

Das Intro sprüht geradezu vor Slapstick, ständig passiert irgendetwas, das macht Spaß! Doch mit einem mal findet die launige Feier jäh ihr Ende…

Unvermittelt schreit der König wie am Spieß, der Raum verstummt, alle Augen sind auf den Herrscher gerichtet. Was nur der Spieler sieht: Offenkundig nutzt ein Bösewicht eine Voodo-Puppe, um dem König zu schaden! Mit jedem Nadelstich schreit der König vor Schmerz, die Krone fliegt in die Luft, das Gesicht verzerrt sich in klassischer Comic-Überzeichnung.

Doch das genügt dem Peiniger nicht. Als nächstes kommt ein Miniatur-Hammer zu Einsatz…

… anschließend wird er durch eine Spinne verängstigt. Das ist mal eine originelle Variante von Voodoo-Magie! Da darf natürlich auch…

…die Kitzel-Feder nicht fehlen, die dem König heftigste Lachkrämpfe beschert, bis er am Ende einen letzten Hammerschlag kassiert und daraufhin angeschlagen zusammensackt.

Das Intro stimmt wunderbar auf Gobliiins ein und passt gerade auch deshalb, weil es auf jegliche Texte verzichtet, wie dann auch weitgehend das eigentliche Spiel.

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