Wer in den 80er Jahren aufwuchs, kam an drei Dingen kaum vorbei: Ninjas, Rubik’s Cube und BMX. Codemasters widmeten den Offroad-Rädern mit dem BMX Simulator ein ganzes Spiel für Schreibtischathleten am heimischen Computer.
In der Rubrik Intro-Spektive stellt Daniel Cloutier die Intros bekannter Retrospiele vor – und was sie besonders gemacht hat.
Initial erschien BMX Simulator 1986 auf Atari 8-Bit, doch sorgten insbesondere die vielfältigen Portierungen auf die gängigen Heimcomputersysteme für eine große Verbreitung des Rennspiels aus der Vogelperspektive.
Vor jedem Spiel steht bekanntlich das Intro, das sich in den einzelnen Versionen von BMX Simulator teils deutlich voneinander unterscheidet. Das bekannte C64-Introbild oben stammt von James Wilson (erkennbar an der Signatur JIM rechts unten), der auch schon für das tolle Introbild von The Last V8 verantwortlich zeichnete. Wilson verstarb bereits 1988 .
Das dynamisch gepixelte Standbild – begleitet von treibender Musik vom legendären Soundmagier David Whittaker – zeigt drei BMX-Radfahrer auf einem anspruchsvollen Parkour seitlich auf den Blickwinkel des Betrachters zufahren. Sie unterscheiden sich durch unterschiedliche Helmfarben und die Startnummern am Lenker, höchstwahrscheinlich 2, 7 und 1. Der blaubehelmte Fahrer mit der Nummer 2 hat sich soeben bei einem waghalsigen Sprung verschätzt, so dass er mit dem Rücken auf der Strecke landet, während sein Rad noch durch die Luft wirbelt. Die Szene sieht dank einer ordentlichen Menge aufgewirbeltem Dreck und einem verbogenen Hinterrad sehr dynamisch aus – beim Betrachten zieht es einem fast selbst in den Rücken. Die beiden anderen Fahrer kämpfen um den ersten Platz auf der mittels Reifen und rotweißen Hütchen abgetrennten Fahrbahn.
Im Wechsel zum Intro-Bild stellt das Spiel noch die Spielerauswahl dar, in der wir die Joystick-Ports und CPU Gegner zuteilen können, ebenso wie die Anzahl der zu fahrenden Runden. Eine atmosphärische Einstimmung auf die gelungene BMX-Action im anschließenden Spiel.



Super Sprint auf dem Radl, wenn man so will. Das beste war wirklich der Soundtrack, das Spiel zog gegen ähnliche TItel dann eigentlich immer -wenn auch jeweils knapp- den Kürzeren. Championship Sprint oder Super Off Road waren auch soundtechnisch meilenweit vorne, die Effekte vom Bmx Simulator klangen eher als wenn ein rotierender Ventilator regelmäßig ein Stück Plastik streift als nach Rennen, Fahrad oder sonstwas. 🙂